Tagesablauf Baby 7 Monate, Tipps und hilfreiche Antworten
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Sarah Mann Großfamilien-Mama und zertifzierte Babyschlafberaterin ![]() |
Im Alter von 7 Monaten macht dein Baby eine schnelle Entwicklung durch. Es robbt sich durch die Wohnung, wird selbstbewusster, brabbelt vor sich hin und schafft es vielleicht sogar schon, sich irgendwo hochzuziehen.
Hinzu kommt für die meisten Babys im Alter von 6 bis 7 Monaten eine Nickerchen-Umstellung: Statt wie bisher 3 Nickerchen, wird jetzt nur noch zweimal am Tag geschlafen. Dies kann eine Herausforderung sein, so dass es wichtiger denn je ist, sich an Schlaf- und Bettgehzeitroutinen zu halten. Damit förderst du gesunde Schlafgewohnheiten für dein 7 Monate altes Kind.
Erhalte in diesem Artikel einen Beispiel-Plan für einen Tagesablauf für ein 7 Monate altes Baby mit 3 Nickerchen oder mit 2 Nickerchen und Antworten auf die wichtigsten Schlaf-Fragen.
Wie viel sollte ein 7 Monate altes Baby schlafen?
In diesem Alter benötigen die meisten Babys etwa 14 Stunden Schlaf innerhalb von 24 Stunden. Aufteilen lässt sich dies optimalerweise in 11 bis 12 Stunden Nacht-Schlaf und 2 bis 3 Stunden tagsüber.
Denke jedoch immer daran, dass manche Babys mehr oder weniger Schlaf brauchen als der Durchschnitt.
Wie oft wird ein 7 Monate altes Baby nachts wach?
Viele Kinder schaffen es in diesem Alter bereits ohne Trinken durch die Nacht. Doch gerade Stillbabys benötigen häufig noch einmal nachts eine Stilleinheit.
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Feedback von Inga:
Man hört und liest ja viel über Schlaflernprogramme und Tipps zum Durch-und Einschlafen. Aber in dem Kurs erhält man jeden Tag einen Email mit einzelnen Schritten in die richtige Richtung. Trotzdem kann man alles ganz individuell auf sein Kind und die Familiensituation anpassen. Uns hat es sehr geholfen, nun endlich ein paar Std länger am Stück schlafen zu können. Auch das Einschlafen am Tag dauert max. 5 Min und Abends höchstens 30 Min. Vielen Dank für diesen Kurs!
Wie oft sollte ein 7 Monate altes Baby schlafen?
Nachdem die meisten Babys im Alter von 4-5 Monaten das vierte Nickerchen weglassen, ist es zwischen 6 und 9 Monaten mit dem 3. Nickerchen soweit. Insofern kann es gut sein, dass dein Baby gerade diesen Wechsel vornimmt. (Oft erkennt man es daran, dass das dritte Nickerchen verweigert wird.)
Wenn Babys mit 7 Monaten noch ein drittes Nickerchen machen, ist dieses fast immer ein kurzes (ca. 30-45 Minuten). Die anderen beiden sind idealerweise mindestens 1 bis 1,5 Stunden lang (unabhängig davon, ob es ein drittes gibt).
Wenn dein Baby gerade zu einem 2-Nickerchen-Zeitplan übergeht, wird es wahrscheinlich am Anfang immer nochmal zwischen 2-Nickerchen-Tagen und einigen 3-Nickerchen-Tagen hin- und herwechseln.
Das bedeutet, dass die Tagesabläufe möglicherweise nicht so vorhersehbar sind, wie man es gerne hätte.
Du möchtest mehr Tipps über gute Nickerchen und einen passenden Tagesplan? Vielleicht ist unser neues eBook „Babys Tage meistern“ inklusive unserem Tagesplan-Ersteller interessant für Dich?
Wie lange sollte ein 7 Monate altes Baby wach sein?
Die Wachzeiten für ein 7 Monate altes Kind sind in der Regel zwischen 2 und 3 Stunden lang, abhängig von der Länge und Menge ihres Nickerchens.
Während im Allgemeinen das erste Wachfenster des Tages das kürzeste ist (ca. 2 ¼ bis 2,5 Stunden), kann es bei einem 2-Nickerchen-Zeitplan auch passieren, dass Babylein sogar 3 bis 4 Stunden vor der abendlichen Bettgehzeit wach ist.
Du kannst dir merken, wenn dein Baby vor dem 3. Nickerchen fast 3 Stunden Wachzeit benötigt, um müde zu werden, ist es normalerweise besser, dieses Nickerchen zu streichen und zu einem 2-Nickerchen-Zeitplan überzugehen.
Generell sollte aber bei allen Nickerchen darauf geachtet werden, dass keine Übermüdung auftritt, da diese das Einschlafen deutlich erschweren kann.
Beispiel für einen Tagesablauf Baby 7 Monate
Tagesablauf mit 3 Nickerchen
Aufwachen und Stillen/ Fläschchen: | 7:00 Uhr |
1. Nickerchen (nach etwa 2 ¼ Std Wachzeit): | 9:15 – 10:15 Uhr (1 Stunde) |
2. Nickerchen (nach etwa 2,5 Std Wachzeit): | 12:45 – 13:45 Uhr (1 Stunde) |
3. Nickerchen (nach etwa 2,5 Std Wachzeit): | 16:15 – 16:45 Uhr (30 Minuten) |
Bettgehzeitroutine: | 19:00 Uhr |
Bettgehzeit (nach etwa 2 ¾ Std Wachzeit): | 19:30 Uhr |
Tagesablauf mit 2 Nickerchen
Aufwachen und Stillen/ Fläschchen: | 7:00 Uhr |
1. Nickerchen (nach etwa 2,5 Std Wachzeit): | 9:30 – 11:00 Uhr (1,5 Stunden) |
2. Nickerchen (nach etwa 3 ¼ Std Wachzeit): | 14:15 – 15:45 Uhr (1,5 Stunde) |
Bettgehzeitroutine: | 18:45 Uhr |
Bettgehzeit (nach etwa 3,5 Std Wachzeit): | 19:15 Uhr |
Hinweise:
- Der Schlafbedarf variiert je nach Kind und diese Tabellen sollten demzufolge als Beispiel betrachtet werden. Wenn mal ein Nickerchen kürzer ausfällt, ist es natürlich wichtig, den Plan entsprechend anzupassen. Es geht vor allem um die Abstände zwischen den Schlafenszeiten und um den allgemeinen Schlafbedarf.
- Viele Eltern machen gute Erfahrungen damit, das Baby nicht zum Einschlafen zu Stillen, damit keine ungewünschte Schlafassoziation entsteht, die Babylein dann auch nachts (viele Male) einfordert.
Wann sollte das letzte Nickerchen für ein 7 Monate altes Kind sein?
Die Wachzeit nach dem letzten Nickerchen sollte es etwas länger sein als die anderen Wachzeiten. Man sollte mindestens 2,5 Stunden einplanen.
Wann soll ein 7 Monate altes Baby ins Bett?
Im Normalfall kann man sagen, dass 7 Monate alte Babys zwischen 19:00 und 20:00 Uhr ins Bett gehen. Die beste Bettgehzeit für dein Baby hängt jedoch von der morgendlichen Aufstehzeit und dem Ende des letzten Nickerchens ab.
Die Bettgehzeit sollte 12 bis 13 Stunden nach dem Aufwachen am Morgen liegen. Zwischen dem dritten Nickerchen und der Schlafenszeit sollten mindestens 2,5 Stunden liegen. Damit der nächtliche Schlaf nicht negativ beeinflusst wird, ist es manchmal besser, lieber eine frühe Bettgehzeit anzubieten als ein sehr spätes drittes Nickerchen.
Gibt es eine 7-Monats-Schlafregression?
Es gibt bestimmte Altersstufen, in denen Babys enorme Entwicklungsschritte durchmacht. Diese bewirken oftmals Rückschritte im Schlafverhalten. Man nennt sie Schlafregressionen. Plötzlich wachen Babys häufig oder zu früh auf, sind quenglig und haben ein erhöhtes Nähebedürfnis.
Sollte dein Baby gerade in einer solchen Phase sein: Keine Panik! Schlafregressionen oder Phasen, in denen ein Baby nicht mehr so gut schlafen kann wie früher, sind zwar frustrierend, aber vorübergehend.
Hier erfährst Du mehr über Schlafregressionen.
Drei Schlaftipps für Babys 7 Monate
1. Umstellungs-Schwierigkeiten
Wenn dein Baby gerade zu 2 Nickerchen übergeht und es plötzlich häufiger nachts aufwacht (oder zu früh aufwacht), kann häufig Übermüdung der Grund dafür sein. Eine Lösung wäre hier, zwei- bis dreimal pro Woche 3 Nickerchen anzubieten, um die Übermüdung wieder aufzulösen.
Doch generell kann das dritte Nickerchen in diesem Alter trotz aller Bemühungen der Eltern schwer zu bekommen sein. Wie schon beschrieben, sollte man in diesem Fall versuchen, die Bettgehzeit in diesem Fall vorzuziehen. Oftmals ist dies die bessere Option, als auf das dritte Nickerchen zu warten.
Dieser Artikel könnte für dich interessant sein: Baby schreit vor jedem Einschlafen? Wie Du jetzt helfen kannst!
2. Zahnen
Viele Babys bekommen in diesem Alter das erste Zähnchen. Während die einen dies völlig problemlos wegstecken, ist es für die anderen eine schmerzhafte Geschichte. Viel weinen (besonders plötzlich nachts), sabbern und generelles Unwohlsein können Anzeichen dafür sein.
Helfen kann hier ein Beißring (evtl. gekühlt), ein kalter nasser Waschlappen, Zahnungsgel oder wenn es sehr schmerzhaft ist auch mal ein leichtes Schmerzmittel.
3. Tipps rund um Babys Tagesschlaf und Tagesplan-Ersteller
Du möchtest noch mehr Tipps rund um Tagesabläufe, Tagespläne und Nickerchen? Dann gibt es im BabySchlummerland etwas ganz Besonderes für Dich!
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1. November 2024 @ 9:07
Liebe Sarah, ich bin ein großer Fan deiner Schlaftips und durch deinen Schlummerkönig-Kurs haben wir mit WILA schon einiges verbessern können (Einschlafen schon um 19 Uhr, kein Schnulli mehr, selbst wieder einschlafen lassen, nur noch 1x Stillen um 1 Uhr), was eine große Erleichterung für unsere gesamte Familie ist. Was sich allerdings einfach nicht bessert bzw nun durch die Zeitumstellung nochmal verschlimmert hat, ist das frühe morgendliche Aufwachen (vorher 5, jetzt 4 Uhr). Wir haben schon viele deiner Tips ausprobiert und versuchen ihn auch immer bis 6 Uhr im Bett im dunklen Raum zu halten (ohne Stillen) und dann unser Morgenritual zu machen, allerdings weint er bis dahin oft bitterlich, strampelt wie verrückt und wirkt auch hellwach. Wo wir beim Rest nach Tagen und Wochen Besserung sehen, wirkt dieses Unterfangen etwas hoffnungslos. Hast du noch eine Idee für uns?
1. November 2024 @ 9:58
Liebe Katja. Vielen Dank für dein Vertrauen und für dein tolles Feedback – es freut mich sehr zu hören, dass ihr mit den WILA-Tipps und dem Schlummerkönig-Kurs schon solche Fortschritte gemacht habt! 😊 Ich verstehe absolut, wie frustrierend diese frühen Aufwachzeiten sind, vor allem jetzt, da sich das Ganze durch die Zeitumstellung noch verschärft hat.
Das frühe Aufwachen ist in der Tat eine gängige Herausforderung, und es gibt verschiedene Ansätze, die euch dabei weiterhelfen könnten:
Frühmorgendliches Aufwachen ist oft mit dem Schlafzyklus verbunden, da der Schlaf ab ca. 4 Uhr morgens sehr leicht wird. In dieser Phase wacht dein Kleiner schneller auf, besonders wenn Faktoren wie Licht oder fehlende Ruhe im Raum eine Rolle spielen. Es klingt, als würdet ihr bereits auf eine gute Dunkelheit im Zimmer achten – wenn das Zimmer jedoch noch nicht vollständig abgedunkelt ist, könnten spezielle Verdunkelungsvorhänge oder Folien hilfreich sein.
Was die Tagesstruktur angeht, könnte der Schlüssel tatsächlich darin liegen, dass der Tagesschlaf und die Bettgehzeit ganz genau an seinen Rhythmus angepasst werden. Bei den Wachphasen im Alter deines Sohnes helfen oft folgende Werte: morgens eine kürzere Wachphase und abends die längste. Eine Bettgehzeit um 19 Uhr ist optimal, aber es könnte sein, dass die vorherige Wachphase (vor dem Einschlafen um 19 Uhr) noch etwas kürzer gestaltet werden könnte, falls du merkst, dass er abends sehr erschöpft wirkt.
Frühere Bettzeiten wirken oft „unlogisch“, aber es ist ein häufiger Trick, um das frühe Aufwachen zu verbessern. Wenn der Körper abends noch Stresshormone produziert, weil die Wachzeit zu lang ist, kann das den Schlaf früher unterbrechen. Eine klare, konsistente Bettgeh-Routine und ein verlässlicher Tagesablauf sind dabei sehr hilfreich. Damit wird der Körper so eingestellt, dass er sich im frühen Morgen besser entspannen und weiterschlafen kann.
Da ihr ihn bis 6 Uhr ruhig im Bett zu halten versucht, macht ihr es schon absolut richtig. Wenn er sich aber dabei quengelig zeigt und strampelt, könntet ihr ihn vielleicht ganz sanft durch leises Streicheln oder beruhigendes Flüstern daran erinnern, dass es noch Schlafenszeit ist, ohne ihn aktiv aufzuwecken. Manchmal hilft das dabei, die Unruhe zu reduzieren, bis er sich an die neue Aufwachzeit gewöhnt hat.
Ich weiß, dass solche frühen Aufwachphasen an den Nerven zehren, und es ist wunderbar, dass ihr bereits so viel erreicht habt. Gib nicht auf – oft hilft genau diese Beharrlichkeit, und es ist klasse, dass ihr so geduldig dranbleibt. 💪 Manchmal sind es nur kleine Anpassungen, die das Ganze stabilisieren können.
Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg,
Sarah
28. Oktober 2024 @ 19:29
Hallo Sarah 🤗
Ich finde Deine Seite und Infos wirklich interessant und ich konnte schon so einiges mitnehmen. Aktuell hat sich das Schlafverhalten und einschlafverhalten meines Babys leider sehr verändert (7 Monate). Konnte es vor einigen Wochen noch mit leichter Begleitung in seinem Bett einschlafen, so ist seit 3 Wochen eintragen oder in den Schlaf stillen wieder aktuell. Auch nachts meldet er sich alle 3h. Manchmal um gestillt zu werden (kein nuckeln sondern richtig trinken) und um eingetragen zu werden. Seine 2 Schläfchen am Tag sind leider meist nach 30 Minuten bis 45 Minuten vorbei. Bin leider mit meinem Latein am Ende. Vom Gefühl her würde ich sagen er muss tagsüber mehr essen damit es nachts weniger wird und länger schlafen Tag damit die Nacht besser wird. Ich achte auf seine wachzeiten und meist geht er nach 2,5 bis 3h am Tag ins Bett. Vor seinem letzen Schlaf sind es manchmal sogar 4h. Sollte ich hier mal probieren ihn früher hinzulegen? Und was kann ich tun, damit er nachts weniger Hunger hat und sich das mehr in den Tag verschiebt! Natürlich soll er nicht hungern in der Nacht ☺️ Aber ich denke da hat sich etwas falsch eingespielt.
Ps. Wir haben vom beistellbett auf eigenes Bett bei uns im Zimmer umgestellt und auch beikost vor 3 Wochen angefangen. Könnte auch dies ein Grund für die Veränderung im Schlaf sein
30. Oktober 2024 @ 8:45
Hallo Keti 🤗 Danke für deine lieben Worte, es freut mich total, dass du schon einiges für euch mitnehmen konntest! Dein kleiner Schatz macht ja gerade eine Menge Veränderungen durch, und es ist ganz normal, dass sich das Schlafverhalten dadurch mal umstellt. Die Umstellung auf ein eigenes Bett und der Beikoststart bringen oft so einiges durcheinander – gerade in Kombination mit neuen Entwicklungsschritten, wie du sie beschreibst. Ein paar Tipps, die vielleicht hilfreich sein könnten:
Dein Gedanke mit der Nahrungsaufnahme tagsüber ist super. Es kann wirklich helfen, wenn du versuchst, ihm tagsüber mehr „anzubieten“, damit er nachts seltener aufwacht, um zu trinken. Manchmal sind es nur ein paar zusätzliche Löffelchen oder ein bisschen Stillen mehr, die den Unterschied machen.
Falls er abends schon sehr lange wach ist (über 3 Stunden), kann es hilfreich sein, ihn etwas früher hinzulegen. Manche Babys schlafen nachts ruhiger, wenn sie tagsüber nicht zu lange wach waren. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!
Die kurzen Nickerchen tagsüber von 30 bis 45 Minuten sind in dem Alter nicht ungewöhnlich, aber sie können die Nächte beeinflussen, wenn er tagsüber zu wenig Schlaf bekommt. Manchmal hilft es, kurz vor dem Aufwachen leise und sanft zu „sch“-en oder ihn leicht zu streicheln, um ihn wieder in den Schlaf zu wiegen.
Es klingt wirklich so, als hättet ihr einen super Tagesablauf gefunden, und solche Phasen wie diese gehen auch oft schneller vorbei, als man denkt. Bleib geduldig – das ist oft der Schlüssel, und du machst das alles schon großartig! 🌟 Liebe Grüße und alles Gute, Sarah